... millennia
over and over again
little mistake
no
and
between
the worlds
Johan van der Leeuwen
„Der Schwung der Feder
das Kratzen auf dem geschöpften Papier
das beginnende Wort
die Leerzeile
der Punkt hinter dem endenden Satz
die auf dem Meer der Worte flimmernden Silben
du und ich
alle Zeichen
sie fischen im Gesang der Wellen und Punkte
nach Hingabe an das Licht.
Du.
Ich auch.
Du von weit unten.
Ich ganz nah von oben.
Du Prosperina.
Ich Goodwill.
Du reist im Feld der Pflanzen.
Ich falle im Flug der Steine.
Du eine Zypresse.
Ich Meteorit.
Beide mit unserem Bündel unterwegs.
Singen das Lied des Unsterblichen im Sterblichen.
Du mit vergoldetem Pinsel.
Ich im radioaktiven Wort.“
© J. G:
hier
madame
der sterbliche flügel
ihr fliehendes verlangen
aus dem leib befreit
die eine seele
die erste illusion
madame
leben
das wasser der wanderungen
sieht sich
im strom der dinge
von geburt zur geburt
gebunden
für und wider aufzugeben
um alles anzunehmen
welch schwindel
madame
grenzenlos begabt
das helle in allem
eine übertreibung
maßlos
in all der leere
kommen sie
eine paar schritte noch
in die nacht
J. G:
... in the memory of the world until it awakens.
Billy the Kid
"To carry this life as a deathless flame through the births of heaven is the secret mission of the soul"
M. McIron
alles
ist zugleich
mit dem fuß
allein
auf den steinen
madame
hohe schau
absolute gerade
wort
auferstanden
im gehen
der weite himmel
unteilbar dividiert
madame
hier am fuße der berge
strömt
alles dasein hinauf
erweckt tief
in der höhe
was seit äonen
leblos ruft
hier
madame
das seil
haken sie es ein
und dort
sehen sie
der blick
in uns
erhoben
die sieben flüsse
leuchtende welt
mit all den himmeln
eilen sie
ohne anfang und ende
in goldenen sätteln
schon
vor dem tage
aufwärts
kind unserer werke
vater mutter aller dinge
hellauf
erhebe uns
aus dem schoße
über tausend berge hinweg
kommen sie
madame
noch eine gute stunde
aufwärts
sehen sie
dort oben
unsere hütte
für die kommende nacht
© J. G:
„Die Abscheulichkeit des Alltags“ sie habe Bachmann verfolgt.
„Denn was wir haben, das ist Nichts“.
Alles, so die Geliebte, sei Zersetzung, Verderb, Zerstörung, Phrase, dem sie sich, um die Vergeblichkeit ihrer Anstrengung, mit dem Stift in der Hand, zeitlebens entgegengestemmt habe.
Noch einmal. „Denn was wir haben, das ist Nichts“.
Doch das ist viel, sehr viel.
Die schlichte Teilnahme des Lebens am Hiersein, umgeben von jenem Nichts, dieser gigantischen Leere, beschrieben als das Universum mit seinen Milliarden von Galaxien und Milliarden von Sonnen, diesem Sein und Werden ohne Anfang und Ende, gebettet in dieser wundersamen Nacht, in jenem schwarzen Tuch, das all das Leuchten weit und weiter dehnt.“
© by
Johan van der Leeuwen
grabrede von AI © by J. G: