Mittwoch, 10. Juni 2026

inzwischen

Das tiefe Verlangen 

nach Einssein, 

in der Stunde der Geburt

strahlend aus dem seidenen Faltenwurf des Kosmos 

glückselig in die Teilung des Einen 

in Allem 

entwischt

über die Äonen des Drehens im All 

eingelöst

in der niederen Natur

 im blutigen Akt des "fressen und gefressen werdens",

umworben

im NU einer Sekunde wortlos 

gefunden

das junges Begehren 

seit Anbeginn 

durchströmt

es als stilles Gebet jedes Sandkorn, 

ist in jedem Bakterium, 

schwimmt

im Algenteppich der Weltmeere, 

schwingt in jeder Zelle 

singt an jedem Regentag 

aus gefiederten Kehlen sein Lied.


  ©   2021 by  J. G:

beileibe












wir

die bunte Saat der Erde,
weisen die Geldfresser an unserer Tür ab.

An den Küchentischen und in den Cafes dieser Welt

haben wir uns seit langem darüber verständigt.

Dem Stellungsbefehl der Menschenfresser
und ihren ruinösen Algorithmen folgen wir in unserer inneren Haltung schon lange nicht mehr.

Auch Revolutionen und Aufstände, die sie anpreisen, zur Erhaltung ihrer Macht, bei uns passé.

Wir tun das, was Leben schafft, poesis.

Entziehen ihnen mit des Lebens Intelligenz in uns allen Anfang, des Tages erstes Licht.
Liebe, Seele, Herz und Verstand.

So verkümmern sie an ihren Schädelstätten.

An den Küchentischen und in den Cafés stehen die Menschen, die Väter und Mütter auf, denn
die Kinder wischten mit einem Handstreich die Figuren der Leibeigenschaft vom Tisch.

Die Millionenheere von Sklavenarbeitern, 
die mit ihren schwarzen Händen 
für einen Hungerlohn die Geldhäuser bauten, 
noch von den Menschenfresser geblendet in den Krieg zogen, 
sie kehren zu ihren Familien zurück.

Die jahrtausendealte Gewalt der Spezies Sapiens gegenüber der Mitwelt, der ruinöse Logos des nur eigenen Vorteils, 
unbewusstes Werkzeug, Betriebssystems von Krieg, Mord und Totschlag,
die selbstmörderische Schlacht, das Wüten gegen sich selbst, gegen das Mensch werden, in aller Öffentlichkeit entblößt auf der Weltenbühne. 



©   2012  by  Johan van der Leeuwen 

Sonntag, 7. Juni 2026

Tondo



Angesichts einer sich "selbst sehenden" Welt,  bietet das „Ich sehe“ nur noch eine sehr schmale, provinzielle Enge auf das kosmische Ereignis.


                

© 2008 Johan van der Leeuwen

eigenes

Die globale Rendite-Privatisierung der elementaren Lebensgrundlagen wie Wasser, Erde, Luft und Feuer zeugt von einer seelischen Verarmung und geistigen Verelendung eines Denkprimaten, der im Stammbaum der Evolution mit dem Titel Sapiens eingetragen ist.


Eingemauert in einem egometrischen Arbeitshaus Lebenstod, umnachtet von einer unbewussten Verwaltung physischer Welt, verwehrt dieses Arbeitshaus der menschlichen Entwicklung in der Spezies den Zugang in ein humanes Miteinanders der Kulturen.

In diesem Schritt handelt es sich um Einsicht und Zutritt in den Lebensraum innerer Zusammenhänge, einer Welt nicht nur lebendiger, sondern bewusster Lebensmaterie, die sich losbindet von der Gewalt und dem Töten anderer Lebensformen, da sie ja, und das macht das Phänomen einer humanen Bewusstwerdung aus, die eigenen sind.

Erst jetzt, mit dieser Erkenntnis in den Händen, rechtfertigt die Spezies historisch ihren Namen.

Homo Sapiens.

© 2008 Johan van der Leeuwen

Mittwoch, 3. Juni 2026

Die drei Schwestern


Ein altes Kartenspiel auf dem Tisch des Palazzo.



Klavier im Saal

Schumann

Umjubelt

Applaus

Jeder braucht einen Ort.

Passion

Zugang zu dem

was anrührt

passiert seit Anbeginn.


So sie Ansehen trägt

und das rasende Stillleben

das Hiersein

mit den Töchtern

auf der Anhöhe

atmen kann


  ©   2009  by  J. G: 




 

Prayer

of a Centenarian Tibetan Woman on her Deathbed


“Impermanence is the phenomenon shared by all sentient beings.

Mountains, forests, and sentient beings are all equal in their impermanence.

With every breath, sentient beings rush toward inevitable death.

This certainty should not cloud our minds, but rather help us overcome obstacles.

Incomparable Lama, I pray to you.

In this life and the next, and in the intermediate state after death. 

Hold me with your compassion; grant me your ceaseless blessings. 

My body, my possessions, and all my virtuous qualities. 

All of this I freely offer to all beings who have been my mothers. 

May I be of great benefit to all beings.”


  ©    by  La-Mo


power


is something else


power

they don’t have that

they have money

lots of money

a whole lot

influence

possessions

and prisons

but never power

over life

 soul

for eons


never



  ©    by  J. G: 





Montag, 25. Mai 2026

seht


 ich 

ein liebender

wie jeder stein

wie jede pflanze

wie ihr selbst


Zeile aus einem Lied der Sufis

  ©   2008  by  J. G: 


das hemd hat taschen

zitronenfalter unterwegs 

mit dem fallschirm 

löwenzahn

in der hand

die kamera

klick

ewiges licht 

dich nehm ich mit


  ©   Pfingsten - Mai 2026  by  J. G: 






inzwischen

Das tiefe Verlangen   nach Einssein,  in der Stunde der Geburt strahlend aus dem seidenen Faltenwurf des Kosmos  glückselig in die Teilung d...