"Das Unerforschte sind wir selbst - eine Frage" J.G:
Mittwoch, 23. September 2015
Dienstag, 18. August 2015
Samstag, 4. Juli 2015
Donnerstag, 12. März 2015
Handwerk
„Zum Teil
haben wir wahre Schlachten geführt um Leib und Leben, alles unter dem schwarzen Stern dieser gottverdammten Krankheit. Und dass das alles nicht umsonst ist. Aber nie ging es um das Ego, nie. Bei ihr nicht, und auch bei mir nicht. Am Ende, wenn alle Verteidigungslinien durchbrochen waren, alle Anschuldigungen überwunden, alle Selbstbezichtigungen mattgesetzt, alle Verletzungen geheilt, die letzten Tränen vergossen; es ging immer um das Lieben, das Aufheben der Seele aus dem sterblichen Meisterstück.“
© by J. G:
Sonntag, 1. Februar 2015
Tagfalter
"Das mit Liebe belebte,
die so poröse Sekunde,
der Augenblick des fallenden Lichts in die dunkle Kaverne.
Mit einem Atemzug passiert Helles meine Zellen,
löst sich das an das Ende gebundene Wort von meinem irdenen Grab.
Das hornhäutige Gesindel aus Lehranstalten, Fibeln, Klingelzeichen und Hofpausen fällt mit
einem Mantelwurf.
Die acht Himmel der Sterblichen singen ihr letztes Stück.
Der Vorhang fällt.
Das Unerhörte singt.
kein Anfang.
dann Kohlenstoff.
Seit Äonen der schwarzweiße Mann, der ewige Ruß auf dem Glas der
Wahrheit.
In der todlosen Glut schmilzt er hinter verschlossenen Türen ein zu
Brei, steigt bemalt aus dem Schlaf in Schönheit beflügelt auf.“
© by J. G:
Donnerstag, 15. Januar 2015
erbarmen
„Die Spezies, die derzeit mit dem Augenkopf als Zentrum den Erdball bevölkert, nennt sich mit Kalkül und Bordell, Kalkbauten und Kalaschnikows, Geheimdiensten und Sonderangeboten, Vergewaltigungen und Denkmälern, Gewinnmargen und Drohnen, Massengräbern und Glasarchitektur, Gebeten und Rassenwahn, Philosophievorlesungen und elektrischem Stuhl ruchlos Mensch.
Schaut man sich die gewählten und selbsternannten Könige und Königinnen der Spezies auf ihrem Ast am Stammbaum der Art an,
so ist der Ast vergoldet, jedoch morsch. Sehen wir etwas genauer hin, so haben all die Selbstgekrönten keine Krone, sondern Lampenschirme
auf dem Kopf.
Kein Menschenkind trägt so etwas auf seinem Kopf.
Kein Menschenkind trägt so etwas auf seinem Kopf.
© by van der Leeuwen
Mittwoch, 31. Dezember 2014
räume
den Tisch ab.
Ein Atemzug.
Licht holen.
Kommen.
Dann das Gehen.
Ich bleibe.
Du schaust auf mich.
© by J. G:
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