"... und als die Pferde das Gras unter den Hufen spürten
fielen sie in einen leichten Galopp
und schleuderten Grassichel in die Luft
die wie Schwalben hinter ihnen davonstoben"
B. Chatwin
"... und als die Pferde das Gras unter den Hufen spürten
fielen sie in einen leichten Galopp
und schleuderten Grassichel in die Luft
die wie Schwalben hinter ihnen davonstoben"
B. Chatwin
Zerfall und Aufbau,
synkopierter Offbeat
dirigiert seit Äonen
die Partitur von Ankunft und Abfahrt
Im Großraum Sekunde
Einstrahlung aus dem Hintergrund
Züge auf dem Gleis
Personen
auf dem Bahnsteig
In-Formation
synchronisiert
100 Billionen Zellen mal 100 Billionen Zellen
2025 © by J. G:
ps.
Heisenberg Unschärfe postuliert, was Gödel mathematisch formulierte: Das nicht alle Aktivitäten unseres Gehirns durch unser Gehirn sich erklären lassen.
Sapiens Revue
... heuert mehr auf diesem Seelenverkäufer an.
"Die weißen und schwarzen Menschenfresser marodieren in den Häusern und Finanzstraßen der Welt.
Mit den Geldfressern steuern sie jetzt das Kriegsschiff in Richtung Europa."
Ja, du hast recht, es ist eine Rhapsodie.
Was meinst du damit?
Nur ein Wort.
Was für ein Wort?
Das Wort des Unsterblichen im Sterblichen.
Das letzte Wort?
Der erste Auftrag in allem Lebendigen.
Hinfällig auf jeder Leinwand
Es ist weniger das Schreiben von Buchstaben auf ein Blatt, eher ist es das Lehnen an den Rahmen einer Tür.
Verstehe nicht.
Poesie.
Das kenne ich, nur anders.
Es ist der grandiose Millimeter, bevor Licht auf die Leinwand fällt.
Ein ungeheurer Strom.
Mächtiges Hiersein.
Wilde Natur.
Das Toben der Striche und Punkte.
Elektrizität im ganzen Leib.
Schöpfen.
Verwandlung.
Drehen des Bildes.
Umwälzung der Kontinente.
Oben wird Unten und das Unten wird zu einem Oben.
Namenlos rasende Stille.
Ein einziger Herzschlag.
Die Welt, aus der sie kam und in die sie will.
Mein Gemälde, Liebster.
Meine Schwärmerei, Liebste.
2025 © by J. G:
Bevor ich mich auf dem Heimweg machte, sah ich noch durch einen Türspalt, die Große, bald 13 Jahre, mit Wattepads in der Hand im Badezimmer vor dem Spiegel stehen.
Reifezeit.
Auf dem Weg heim hörte ich zur späten Mitternachtsstunde im Radio Deutschlandfunk.
Vor einer roten Ampel eine Tonbandaufzeichnung mit einem Satz eines italienischen Schriftstellers, „warum schreiben wir?
Ampel auf Grün.
Die Fahrt geht weiter.
Fragen.
"Ist es die Angst vor dem Tod, das ist möglich, oder ist es, weil man Angst vor dem Leben hat, auch das ist möglich.“
Das langsame Fahren durch die Nacht auf den Straßen der Großstadt, umgeben von blendenden Autoscheinwerfern und stillen Laternen, führte mich in eine Zeit, die mir soweit Gedanken reichen, unerschlossen blieb.
Die Zeit vor meiner Geburt.
Jetzt, wo ich diese Zeilen vor meinem offenen Fenster niederschreibe, sehe ich mich verwundert, dass dieses Gewölbe mich umgibt.
Das Ohr hört durch Nacht.
Eine Stunde, von einem Ort in der Stadt zu einem anderen.
Ungeboren.
Traumschlafend im Mutterleib.
Noch nicht Ich, mehr Selbst in Allem.
Umhüllt von den Fluten des alleinigen Wortes der Liebenden.
Schoß der Welt.
Während der Nachtfahrt schwimmen Fragen um mich herum.
Es sind Fische mit allwissenden Augen, die den Kelpwald als ihr Zuhause und das Meer seit Urzeiten als ihre Heimat kennen.
Unerhörte Nähe.
Mit den gewohnten Sinnen keinen Zugang.
Hören.
Wahrnehmen.
Ich fahre durch eine Baustelle.
Der italienische Schriftsteller fragte weiter.
Schreibt man, weil man Sehnsucht nach der Kindheit hat, weil die Zeit zu schnell vergangen ist, oder weil die Zeit zu schnell vergeht, und wir sie gerne aufhalten würden, damit sie langsamer vergeht? Schreibt man aus Bedauern, weil man Bestimmtes gern getan hätte oder hat, oder schreibt man aus Reue, weil man Bestimmtes nicht hätte tun sollen und es doch getan hat?
Vor meiner Wohnung am Rande der Stadt halte ich an, parke das Auto auf dem Standstreifen.
Anhalten der Zeit.
Vakuum.
Keine Zeit.
Kein Raum.
Nicht dunkel, nicht hell.
Ein Riesenreich im Sound flüsternder Atome.
Das Überall.
Die Welt steht still und rast gleichsam dahin.
Jetzt, Tage danach, habe ich noch einmal hineingehört in den literarischen Gesang des Fado von Tabucchi, wie in dem „Brief an den Wind“.
„Am Späten Nachmittag bin ich auf dieser Insel an Land gegangen. Vom Fährboot aus sah ich wie der kleine Hafen immer näherkam, mit dem kleinen Städtchen unterhalb der venezianischen Festung. Und ich dachte, vielleicht ist es hier. Und während ich die Stufen in den Gässchen hinaufstieg, auf denen man bis zum Turm gelangt, mit dem Gepäck, das jeden Tag leichter wird, sagte ich bei jeder Stude aufs neu, vielleicht ist es hier.“
Tage danach schwimmen die Silben zu ihrem Laichplatz.
Umarmung.
Bemalung des Gewölbes.
9 Tage später.
Warum schreibe ich?
„...empfinden…“
Seit Jahren ein archäologischer Tauchgang.
Freilegen eines Bildes, bedeckt vom Staub der lebenden Toten.
Dort, in der Anhöhe der Tiefsee, verschwommen, eine Scherbe, ein Stück gebrannter Lehm.
Auf dem zerbrochenen Kleinod auszumachen, Striche, Zeichen.
Hinweise.
Auftauchen.
Atemnot.
Schaue auf meine Schritte in den Zeitsekunden.
Ende der 70ger Jahre ereignete sich, dass ich Erzählungen von J. D. Salinger in die Hand bekam. Dort las ich jung kleine Geschichten über Seymour Glass.
Ich war berührt von diesen Erzählungen, besonders von dem Hauptdarsteller der Geschichten, der sich so gar nicht in die damalige amerikanische Gesellschaft einfügen konnte und wollte.
Er hatte einen Hang sich in den Umgangsformen mit seiner Familie, Hochzeitsgesellschaften, Kindern, auch in den Äußerungen gegenüber seiner Schwiegermutter, sich so ins Benehmen zu setzen, das er in jeder Beziehung als Sonderling angesehen wurde. Seine aus der Zeit gefallene Persönlichkeit bediente sich u.a. aus fernöstlichen Buchseiten.
Seymour weckte in mir, von dem ich nicht wusste, dass es mich bereits kannte.
Wie von Geisterhand gelenkt, ich war fasziniert von dieser literarischen Figur, sah ich mich eines schönen Tages auf dem Weg in die Buchhandlung der Kleinstadt und verlangte nach chinesischer Lyrik.
Ich, ein Handwerker von gerade mal 20 Jahren.
Doch das ist nicht alles.
Erst viel später las ich die Erzählung „Ein herrlicher Tag für Bananenfisch“, in der Salinger seinen buddhistischen Helden, Seymour Glass, im Beisein seiner Frau Muriel, in einem Hotel am Meer, Selbstmord begehen lässt.
Hier stand etwas früh auf in mir auf.
Das konnte ich in keinem Fall hinnehmen.
Wer ruft da?
Begeht ein Buddha Suizid?
Woher kam der Ruf?
Es ist nur eine kleine Geschichte von einem Amerikaner nach dem 2. Weltkrieg.
Eine kleine Geschichte von Tausenden, die auf blütenweißen Asphalt fallen.
Setze meine Schritte im Sand der Zeit.
Mache Striche und Punkte auf der großen Wolkenwand.
Eine Fahrt mit dem Werkstattwagen in den Norden zu einer Baustelle kommt angeflogen.
Mit meinem Kollegen sollte ich an einem Hotelbau an der See Fugen mit Dehnungsmasse verspritzen.
Während der Fahrt schon nahm ich ein kleines Quartheft zur Hand und schrieb die ersten Buchstaben.
Das Heft habe ich noch.
2025 © by J. G:
Ein Gesang.
Rauschen.
Das Lied des Unsterblichen im Sterblichen.
Mündlich überliefert.
Von einem großen Ohr zum einem anderen.
Poesie.
Aber, lieber Jonathan Goodwill, warum Radioaktiv?
In meinen Erzählungen „Licht den Tagen...“ hebe ich den Selbstmord auf und lasse Seymour in einer anderen Zeit und in völlig anderen Zusammenhängen auferstehen.
Die Hotelgeschichte flammt in zwei Erzählungen noch einmal auf.
Die Buchstaben sind dabei so aufgestellt, dass die Poesie nicht an der Welt scheitert, sondern sie hebt die Welt darin auf.
Auf meinen eigenen Streifzügen in jenen Jahren durch asiatische Literatur las ich einem Buch eines indischen Schriftstellers, es muss sich um die Wegstrecke Mitte der 80ger handeln, las ich einen Satz, „es könnte was mit Radioaktivität zu tun haben“.
Dieser Satz ist so „unmerklich“, dass er an mir hätte unbeachtet vorbeischweben können, wie das Fallen eines der vielen tausenden Blätter an einem stürmischen, kalten Herbsttag.
Doch so sollte es offenbar nicht sein.
Wohl ein Molekül dieses Satzes setzte sich sensationslos ins Gedächtnis meines Geruchssinns ab.
Der Duft der atomaren Grammatik dieses Moleküls blieb mir in den Jahren danach wachschlafend in den Sinnen haften. Nicht das ich ihn willentlich verfolgt hätte wie ein Eisbär in der Arktis, der über Kilometer hinweg die Fährte von Robben aufnimmt. Nein, so nicht.
Und dann wieder Salinger.
Er schreibt:
„Die Wirkung radioaktiver Partikel auf den menschlichen Körper, über die man im Jahre 1959 so viel geredet hat, sind alten Liebhabern von Dichtung gar nichts Neues.“
Und schon erwachte dieses literarische Molekül aus seinem atomaren Schlaf und hackte das andere unter.
Auf den Bühnen des Welttheaters steht die Karriere des Sapiens auf dem Spielplan.
Sapiens, der Mensch werden will.
Und das mit allen sprachlichen Variationen seiner geologischen Landschaften, mit allen individuellen Ansprüchen seiner Bewohner und mit allen säkularen und religiösen Einrahmungen politischer Gebeine, mit denen die Spezies ihren kurzen Auftritt auf dem historischen Bogen der Geschichte markiert.
Die Spezies Sapiens ist ausgestattet mit einem ins Leben übertragenen Atommodell
Ein Unikat, das eine Absicht trägt.
Hiersein.
In Ursprung und Gegenwart.
Offen.
SeitÄonen.
Zerfall und Aufbau.
Aufbau und Zerfall.
Alles gleichzeitig.
Weit und breit kein Leben.
Stabile Verhältnisse.
Heben und senken der Erdkruste.
Dann Atmen.
Überschwemmungen.
Eiszeiten.
Umkehrungen.
Größenwahn.
Wanderungen.
Warmblut.
Alles Fragen.
Fragen nach sich selbst.
In der Savanne mit den Füßen am Boden, erwachen andere Fragen.
Fragen nach dem Hintergrund.
Herkunft.
Wohin des Weges.
Weite.
Was spielt sich hinter dem Theatervorhang ab?
Was?
Wahrnehmen.
Die Bewegung.
Stillstehen auf zwei Beinen.
Mit zwei Pfund Gehirn.
Lautmalende Landschaft.
Materie.
Atome
Eingebunden in Leben.
Molekularbiologisch, seit Mllionen Jahren aufgerufen Fragen zu stellen.
Fragen nach dem Hintergrund.
Was strahlt hier?
Mit uns und durch uns.
Radioaktiv.
Eine Erzählung von Leben an den Küchentischen, Kaffees und Spielplätzen der anderen Art.
Das Genre der radioaktive Poesie am literarischen Strand.
Seitdem schreibe ich alles nieder, was mich passiert.
Die leibliche Bühne, das ICH, auf der das "passiert", ist der ganze Körper, sind die 100 Billionen Zellen.
Und die lesen das, was "passiert", nicht nur physisch, das wäre zu einfältig bei dem Angebot von Dimensionen in diesem Riesenreich, sondern sie notieren auch die lebensbewusste Passage des Ereignisses.
Hiersein.
Das Comeback.
Seymour begeht in dem besagten Hotelzimmer kein Selbstmord, so wie Salingers es literarisch der Öffentlichkeit anbietet, sondern das Geschoss im Lauf des Revolvers trifft hier nicht das ungeduldige Herz, wird in meiner Erzählung von der Nachtseite, dem Selbstmord, auf die Tagseite gewendet.
Zwei in einem Nest.
In dieser Erzählung wird mit dem Genre radioaktiver Poesie eine Lebensmaterie vorgestellt, die aus allen Knopflöchern strahlt.
Das Ereignis Materie, erste Münze, doch nicht bewusstes Motiv von Leben, hat einen strahlenden Hintergrund, der seit Urzeiten alle Welten - radio und aktiv - über das Neueste in Kenntnis setzt.
Der Autor bedient sich dieser physischen Realität und näht mit dem Genre radioaktiver Poesie erstmals handfest einen hellen Knopf an das schwarz bedruckte Nachthemd der Literatur.
Eine poetische Novität.
Dieses Bravourstück ist nach über 100 Jahren einfältigen Vordringens in die Welt der kleinsten Teilchen nicht nur überfällig, sondern das Handwerk des Dichters erwirkt mit der Novität angereicherter Silben eine erhebend, helle Aussicht, die jedem achtsamen Leser einen ersprießlichen Platz auf der dichten Verzweigung ewigen Wandels offeriert.
Die Umarmung der Liebenden öffnet die Tür in eine sagenhaft, wirkliche Welt.
Der schwarze Schleier der Teilung des Lebens, den Salinger noch als unüberwindbares Motiv für den Selbstmord seines Helden auf die Theaterbühne der Literatur gedruckt hat, fällt.
Eine Sensation.
Der Anmut verfallen fordert diese grandiose Aussicht auf den Innenhof der Welt die Liebenden auf etwas zu tun, was bislang dem Selbst im Menschen, dem lebendig strahlenden Eisenkern wahrzunehmen und zu tun verwehrt geblieben ist: Nimm teil am Unteilbaren, schöpfe Mensch.
2008 © by J. G:
For Ajax, the rebellious giant of strength,
lies now, struck down
by the dark storm of madness.
Sophocles, Ajax, p. 41
Words of his captured lover Tekmessa
Absolved of all responsibility.
Such a despotic disposition not only abides by no rules, but maliciously pursues an unrestrained megalomania of lies and deceit.
An ego-penetrating hypnotic pose.
A sardonic grin, pointing his index finger at a frenetic crowd.
A veil of haze so that the whole scam doesn't blow up.
He parades, rejoices, like many chosen ones before him, into the gaping chimera of the halls, the golden elevators, the glittering halls of madness, catacombs of wealth and power
Into that pomp where all the chosen and self-appointed bask in the 1000s of mirrors. Since time immemorial, the dagger has circled behind the damask curtains in the bodyguard. The size of Sunset Boulevard alone demands this. This can be read as a handwritten note in the lightless books of black holes.
What does the enthroned man see?
He sees a crowned one with a used lampshade on his head.
Falling into arrogance, the veil of malice falls burning to the ground.
No mirror image preserves the crown of the gods.
Exposed to ridicule, the poor soul hears the frenzied crowd laughing uproariously in front of the iron gates.
20 January 2029
Johan van der Leeuwen
Worte seiner gefangenen Geliebten, Tekmessa
Von jedweder Verantwortung entbunden.
Eine solch despotische Anlage hält sich nicht nur an keine Regeln, sondern folgt gehässig mit Lug und Trug einer hemmungslosen Anmaßung von Erhöhung.
Eine ichpenetrierend hypnotische Pose.
Ein sardonisches Grinsen, gerichtet mit dem Zeigefinger auf eine frenetische Masse.
Ein Dunstschleier, damit der ganze Schwindel nicht auffliegt.
Umjubelt paradierend, wie viele gesalbte Häupter vor ihm, in die gähnende Chimäre der Säle, der goldenen Fahrstühle nach oben, in die schillernden Hallen irrsinnigen Reichtums und Macht
In jenen Pomp, wo all die Ausgewählten und Selbsternannten sich in den 1000den Spiegeln sonnen. Dort kreist seit alters her in der Leibgarde der Dolch hinter den Vorhängen aus Damast. Allein die Größe auf dem Sunset Boulevard verlangt dies. Als handschriftliche Notiz ist dies nachzulesen in den lichtlosen Büchern von schwarzen Löchern.
Was sieht nun der Inthronisierte?
Er sieht sich mit einem gebrauchten Lampenschirm auf dem Kopf.
Der Anmaßung anheim gefallen, brennt in jenem Blick der Schleier der Bosheit nieder.
Kein Spiegelbild bewahrt die Krone der Götter.
Der Lächerlichkeit preisgeben, hört die arme Seele vor den eisernen Toren die rasende Menge, wie sie schallend lacht.
20. Januar 2029
Johan van der Leeuwen
im Großraum Sekunde
Neutrinos
im Innenohr
an der Hausecke
Zündhölzer im Regen
gegenüber
die Bäckerei
noch zu
im Plankschen ZeitRaum
der Himmel
weit
in Null Komma Null
in den Zellen
ganz frech
Zerfall der Atome
mit Vergnügen
Neubau der Moleküle
ein neuer Akkord
in der Tagesschau
nur die Psyche
macht Probleme
© by J. G:
"Die Nacht der Himmelsreise"
Notizen 2024 © by J. G:
"ah - die Menschheit" Victor Hugo über Mesopotamien
"Psychologisch sei die Spezies übertherapiert "
Französische Mutter in Marseilles, Februar 2024
Lieber Richard,
Meine Mutter Sophie sagte, ich war neun Jahre,
am vollbesetzten Abendbrottisch, der Tisch war schon abgeräumt,
im Beisein der Großeltern:
„Bei aller Liebe, es ist nicht so wie es ist, noch nicht mal anders.“
Hafen
„Ich bin 76, 50 Jahre Hafen, ich kenn mich hier aus“
Hafenarbeiter beim Mittagessen in einem Imbiss, bei einem Teller Gulasch mit Nudeln
Anpassen
Sag, wie fühlt es sich an Mensch zu sein auf dieser Welt? Sag, wie fühlt es sich an?
"Die Psyche wird digital gefüttert. Das Bild wird für den Auktionspreis von 69 Millionen Dollar versteigert und im Museum ausgestellt. Jeder Besucher kann am Eingang des Museums für ein paar Dollar ein Ticket lösen und schon einmal in der neuen Welt der Bitcoins und Algorithmen sich umschauen und umherlaufen.
"Von Nichts, was Kunst ist, kann man nicht genug haben"
Kenner der internationalen Kunstauktionen, ein Amerikaner
SumSum
„Die Bienen haben eine unglaubliche soziale Organisation,
wenn die verschwinden, stecken wir ganz schön in der Scheisse“
Sizilianische Imkerin
schon im Gange
Das nervös zittrige Wahrnehmen
des großen Raumes
Kosmos
im gesamten Zellkörper
in seiner bewussten Ausdehnung
Die hängenden Gärten
4500 Millionen Jahre Intelligenz sind gegenwärtig und aktiv unterwegs in den Zellen, lebensbewusster als es sich mit diesem doch noch sehr jungen Zerebrum buchstabieren läßt.
Milena zu Kafka:
"Dich gebe ich nicht her"
Am Morgen
Sie gab ihm einen Kuss für dieses Wort - es war Poesie - das Lied der Unsterblichen
Alles
passiert aus einem Grund
Zweifach eins
Inbegriffen
„Wenn es einen Tiefpunkt gäbe,
hätten wir ihn längst erreicht“
Karl Kraus
Verschleiß der freien Wahl
„Sorgen sie dafür, das er gewählt wird“ Chef des Geheimdienstes
Aus einer Begegnung wird ein Gespräch
„Wenn sie nicht schon alle Fragen und ich nicht alle Antworten hätte“
Gadamer / Philosoph
Im Hafen von Beirut
„Da sind meine Söhne, Studenten,
die sortieren unseren Fischfang, eigentlich sollten sie an der Uni sein.“
Fischer und Taubenzüchter von Beirut
Wir wissen es nicht,
glauben lässt sich das auch nicht
das ist wohl gut so,
so sind wir frei
frei zu gehen
Exodus 3.14
„Ehjeh ascher Ehjeh“
Wahrheit & Wirklichkeit
Wie stellen wir Wahrheit in der Realität als eine verbindlich im Wir wirkende individuelle Erkenntnis her?
Eines dürfte sich schon gezeigt haben im an den Küchentischen und in den Cafés. mit dem Kopf allein geht es nicht mehr.
Verdunstet
AI als politische Macht
Conyougate
eine kommunikative Architektur
ausgerichtet auf das Wissen von Zusammenhängen
Der Abschied vom Stammbaum
Evolution unterschiedlicher Spezies
gleichzeitig und nebeneinander
Was für eine Freude
Der Gesang der Vögel in den Bäumen und grünen Büschen im Mai
überbrücken
In der gegenwärtigen prekären Position des Sapiens und seiner anstehenden human kreativen Entwicklung gewinnt dieses Wort „überbrücken“ nicht nur in der Architektur an Bedeutung
Jeden Abend gehe ich ins Bett und hoffe,
dass ich verschwinde
Französin 103 Jahre
Die Erde schaut mich an
„Oh, hier sind die, die wissen, wie man Danke sagt“
Indigene in Kanada
Thats Life
„Im gonna roll myself up in a big ball a-and die“
Frank Sinatra
"Natur kennt keinen Tod"
"Ein Jaguar tötet nicht, er hat Hunger"
Peruanische Bäuerin
Leben
Die Natur als einen unbewussten Akteur,
sich selbst
und die Mitwelt
als ein Ding zu beschreiben,
ist aus der Zeit
Diaphan
Wenn du jemandem das Leben nimmst, ihn tötest, verlierst du dein eigenes.
Das geht solange, Jahrtausende, bis dieses Bewusstsein sich Wahrheit verschafft.
Der gekrümmte Raum
Die kosmische Konstante der Gravitation
repräsentiert das mentale Phänomen der Reflexion in der Lebensmaterie
Alle hören mit
In einer sich selbst sehenden Welt
"Hoch tief kommen die Tage zur Welt
wie Regen auf die Trommel fällt"
van Zandt
Nur sehr, sehr selten, hat man von oben einen Blick auf sich und sein Leben,
meist geschieht das, wenn man ganz unten angekommen ist, im Reich der Toten
„Eine Bucht sein“ Robin Wall Kimmerer
getreten
Und geschunden
Das Weib
Unermüdlich
Generation um Generation
vollmundig
geliebt
Wirft
Sie
die große Mutter
Leben
In die Welt
mit dem Kind
Zu lichten
Das Ganze
Schauspiel
Endless Entertainment - Mord, der Fanatismus der Sekunde
Die Intrige der Macht!
Mit Glanz und Pomp baut das ätzende Brennen absoluter Macht einen gottgleichen, mit Prunk geschmückten Saal, den jeder, der ihn anschaut, anbetet, geblendet ist und diesen für den einen Krönungssaal, ansichtig in diesem Glanz sich gottgleich erlöst sieht von dem Gram der Sterblichkeit. Im Spiegelsaal der Perücken türmt sich im Gloria der Blutrausch der Selbsternannten, entzaubert sich der Griff nach der Seele mit den abgeschlagenen Köpfen der Getäuschten.
Das kleine Mädchen
Mit einem rosa Kleid
Bummelt
drei Schritte
Dem Vater hinterher
Mit der rechten Hand
Schiebt sie
Ihre Babykarre
In der anderen hält sie ein Brötchen
Ihr Mund geöffnet
der Blick gen Himmel
Buchstabenlos
Die Wahl
Seit Anbeginn, im Sinne einer offenen Richtungsintelligenz, sind alle Entscheidungsebenen und Wirkungsgrößen, im großen wie im kleinen Körper mit einbezogen, alle.
Daran beteiligt ist nicht nur das noch junge Zerebrum seit gut 10 Millionen Jahren, sondern der ganze Körper mit seinen ca. 100 Billionen Zellen, die darauf warten endlich angesprochen zu werden.
Das Leben ist ein Hauch
Oskar Niemeyer, Architekt , 104 Jahre
"Himmelwärts gezogen"
Südtiroler Bäuerin zum Ableben des Schwiegervaters
Bildschirme
Sind ja so was von langweilig
Kein Leben, Nix.
Man erlebt Nix, gar nix.
Schülerin aus München, 12 Jahre
Fürsorge
Die Deutschen, sie werden bedient, betreut, gepflegt, gesäubert, geputzt, versorgt, gefüttert von Menschen aus vielen anderen Ländern rund um die Uhr! Pflegekraft aus München
„The open human mind… We are never done with it. Never.”
Marianne Heske
Künstler aus Norwegen,
Teilnehmerin der Tangen Collection
im neuen Kunstsilo Museum in Kristiansand, Südnorwegen
Buchhaltung
Für die nachhaltige Bewirtschaftung des Planeten und für die Entwicklung des Zusammenlebens ist es gesellschaftlich unerlässlich wie individuell notwendig, dass Studium der bewussten Zusammenhänge der Lebensmaterie in einer Allgemein-Bildung aufzunehmen.
Rassismus
Bedeutet nicht nur das Ignorieren von Lebenszusammenhängen,
sondern das Leugnen einer systemischen Ordnung, die sich Leben nennt.
Alles steht mit allem in Beziehung,
und das seit 4500 Millionen Jahren auf dieser Erde.
Jeder Stein, jeder Krümel, jede Pflanze, jedes Tier, jeder Mensch
trägt darin seinen Anteil
und gewährt jeweils für den Nachbarn und sich das Leben.
Rassismus wäre demnach die Loslösung von dieser systemischen Dynamik des Lebens
und führt immer direkt ins Massengrab und zum Untergang des Miteinanders einer Gesellschaft.
Wer, was und wo wir sind
Das vermittelt die Ansicht der Erde aus dem Weltraum. Sie hebt die anthropozentrische Perspektive auf und bringt den Menschen in die Reposition der Wahrnehmung einer sich selbst sehenden Welt.
Freie Fahrt
Nichts bleibt
Das ist alles
Sein und Werden
Jeder soll nicht
Birne und Käse zusammen probieren dürfen.
Der Adel aß Birne, die Bauern Käse
Brennende Plätze Dostojewski
Da, schau, da steht sie, die Spezies Sapiens,
und der Boden der Freiheit unter ihren Füßen brennt.
Immer noch mehr Information
„Wird die Sache mit dem Klima, die Frage des Überlebens des Sapiens, wie die Frage „Mensch und Miteinander“ nicht befriedigend lösen.
Es mutet an, wie das hin und her Wippen, das hospitale Warten auf den Messias, die endgültig technische Lösung, das endgültig vollständige Maß an Information, die vom Datenhimmel einfallen soll, direkt in den neuronalen Kochtopf, dort fein säuberlich algorithmisch gerührt und gezählt wird, um mit dem breiten Löffel der Analyse zu berechnen, wie die Menschheit mit mehr fossilem Hunger aus der selbstgewählten Verbannung gewinnträchtig befreit werden kann
Ja, was?
Da sitzen sie im Wartesaal des großen Glück und warten und warten mit all den anderen Kreaturen, lange, sehr lange. So lange, bis der Zug irgendwann mit dem messianischen Datensatz in den Bahnhof einfährt, um endgültig den Schleier der geistigen Umnachtung zu heben.
Rom
Rom und Europa konnten lange Zeit
nicht anders denken als imperial, als die Vernichtung des Gegners.
Rekurs.
Dort wie hier.
Das imperiale Denken ist auf nationalem Boden zurück.
Neuronen
Sie sind nicht die einzigen Medien in der Natur,
die die Information des Bewusstseins von Lebensmaterie zeitfrei weiterleiten.
Ovid
verwandeln in „unbedrohbaren Staub „
Die Allee
„die Bäume auf der Heimfahrt schamlos grün „Heiner Müller
Kleist
Einfallen und dann wieder weg.
Die Mongolen.
Mit dieser Energie haben sie ein Imperium auf Pferden geschaffen.
Keinen Staat gegründet.
Eine ortlose Energie.
„Das Seiende im Ganzen steuert aber der Blitz“
Heraklit
Mythos und Macht der Selbstgekrönten
Der Lakai der dritten Tür, der Zeremonienmeister wie der kaiserliche Polsterträger, sie geben unfreiwillig das Geheimnis absoluter Herrschaft preis: Realitätsverlust.
Probleme
Werden nie in einem großen Raum gelöst, meist in der Küche
„Klang kommt von Schulter“
Jacob Milstein Klavier Lehrer Moskau 1968 zu Elisabeth Leonskaja
Victoria Lomasko
„Die Welt muss entweder untergehen, oder ganz neu geboren werden“
Eine russische Künstlerin, die nach dem Krieg gegen die Ukraine geflüchtet ist.
Sie malt. Ihr Vater gewalttätig gegen die Familie, wie der Diktator
im Hintergrund gelingt Großes
Radioaktiv - Entstehung durch Zerfall
Die Logik
Des Verbrechens
Mundtot
Kindheitskomplex
Sieg wichtiger als Mama und Liebe
Alles ist gegen ihn.
Alles.
Deshalb müssen auch alle ausspioniert und vernichtet werden.
Die halbe Welt ist gegen ihn, er muss sie vernichten,
um seine Komplexe loszuwerden
Das Mittel: Krieg.
Hinter ihm steht nichts, gar nichts, keine Ideologie,
nicht das Versprechen auf eine Zukunft ,
sondern nur seine Angst, das er als kleiner Gauner entlarvt wird.
Ein Dissident
Alle
Wollen geliebt werden
und alle wollen heim, da, wo sie noch nie waren.
In der Taiga.
800 Rubel
Das reicht ja nicht mal für eine Stange Zigaretten
Die Kolchose hat mir damals die Rentiere weggenommen. Mein ganzer Besitz damals war ein Pferd, auf dem dann meine Mutter saß, ich bin dann auf der Kuh zu unserer neuen Jurte geritten
„Die Insel ist klein und lebendig.
"Wir streiten auch. Wir sind doch keine Sekte.
Das nennt sich Gemeinschaft."
Der Schotte Kim Taylor auf einer Insel in den kleinen Hebriden
Allein verbunden
Der Mensch ist dabei sich neu zu verbinden,
seitdem „Gott“ tot ist, abgeschafft und entwertet durch Wissenschaft
und das rationale Zählen von "was haben Ich davon".
Wie könnte diese Verbundenheit aussehen.
Nun, wer tritt an die Stelle von Gott?
Der Staat? Der Zufall? Ich? Das Geld? Das Sinnlose? Notwendigkeit?
Ja, was?
Am Küchentisch:
Ohne eine verbindende Beziehung, so und so,
mit Erinnerung oder anders, zu einer wie auch immer "Einmütigkeit",
wie immer die sich auch beschreiben lässt, lässt sich Leben nicht leben.
Also wie?
Reden
Malen
Singen
Spielen
und Fragen
„Er ist
ein Ungläubiger, warum sollte ich mit ihm reden. Er hat keine Wahrheit verdient“
Das Gehirn
Schlachtfeld des 21. Jahrhunderts
Wo geht’s hin?
On the top, Jonny!
„du musst daran glauben,
das du das kannst, denn Bullen reiten.
Sobald du denkst, der Bulle wirft dich ab,
passiert genau das„
10 Jähriger im Rodeo in Wyoming
Wenn wir unsere Kinder töten wollten,
würden wir ihnen verarbeitete Würstchen kaufen
Indigener, der im Regenwald auf der Jagd ist nach einem Hirsch
Im Garten
Hände
Wasser
Sonne
Erde
Das ist alles was wir brauchen
„In Wien
geht man ins Theater, um zu weinen.
In Berlin weint man auf dem Klo“
Klaus Pohl, aus „Kinder der preußischen Wüste“
Hafis
Wie göttlich sind die Widersprüche im Reich der Liebe
© by J. G:
"... und als die Pferde das Gras unter den Hufen spürten fielen sie in einen leichten Galopp und schleuderten Grassichel in die Luft d...