die welt ist rund
ich zuerst
eine scheibe
M. McIron
Freitag, 20. Januar 2017
Dienstag, 29. November 2016
Montag, 7. November 2016
Samstag, 5. November 2016
Mittwoch, 5. Oktober 2016
Samstag, 20. August 2016
Bis auf die Knochen
„Das, was Sapiens an nimmersatter Frömmigkeit und Großmachtfantasien in seinem horizontalen Gefängnis zwischen
Himmel und Erde als gewerbliche Grabbeigabe bislang materialisiert hat, sind
Krieg, Elend, Konzentrationslager, Börsenkurse, Not, Abholzung, Mord,
Unwissenheit, Vergewaltigung, eine Handvoll Dollars, viel Denkmal, ein bisschen Philosophie
vor und nach der Totenmesse und einen armseligen Blick aus dem Verlies des Wahnsinns.“
Mit dem ersten Augenaufschlag und seinem Fußweg in der Savanne folgt der Mensch nicht diesem unbewusstem Muster und seinem Maschinenraum, dem Blutrausch.
Von Anbeginn ist es der Weg des Miteinander Lebens.
© by J. G:
Blatt wenden
Licht fällt
der
liebe Gott scheint verreist 8
Tränen
sind Wolken5
am
kleinen Himmel5
kommen2
kommen2
neue Mütter neue Väter7
J.G:
freibad
wasser
madame
das ist was für mich
bad im blau
des himmels wunderbar
sonne flüssig
so wie sie
und alles ich
kommen sie madame
gehen wir schwimmen
gehen wir schwimmen
ach sterben madame
das ist nichts für mich
ganz und gar töricht
völlig lichtundurchlässig
gedacht
sehen sie doch madame
hier
die torheit
öde ignoranz
in der alles ich ist
sich beharrlich einsam
ausschließlich
eng
umkreist
madame
abhängig sein
das ist nichts für mich
auf schritt und tritt
festgezurrt
aufs äußerste
ein abgetrenntes teilchen
alles immer nur halb
das geschöpf
fossiler brennstoff
eiserner takt
im dienste
achtloser raserei
hier madame
die noch blinde jagd der elektronen
lebensmotor
und dort
sein unbewusster auspuff tod
o madame
diese jagd
unwissend
unwissend
elend schickes modell
das ist nichts für mich
arbeitsames kreisen
einfältig frömmelnd
hin und her
seit jahrtausenden
was für eine eselei
am stammbaum der primaten
erwachsene dummheit
die alles nacheinander klug und fein
und mühsam ordnet
in reih und glied
militärisch trennt
das eine teil
und immer wieder trennt und trennt und trennt
das eine
völlig blöd
selbstverstümmelung
o nein madame
das ist nichts für mich
tod im leben
blutige beschneidung
von ein und alles
schon bei geburt
ein blindes gastspiel
ein nur ewiger schmerz
im denken
hermetisch
hermetisch
verschlossen
die erbsünde
in nur einem einzigen zeitraum
ohne all die anderen kostbarkeiten
oh madame
eine halbe sache
das ist nichts für mich
kommen sie madame
schnell
schnell
springen wir vom rand
© by J. G::
Mittwoch, 3. August 2016
funkenflug
Der eine
ein Schwarm
durch den Strom der Geburten
der andere
ein Bad im
Raupenbrei
Erschöpft vom
Joch der Arbeit
saß ich am
Abend auf meinem braunen Ledersofa
Im leisen
Anflug barmherzigen Seins
fiel mein
kleines Ich unscheinbar nach hinten
weiter nach
unten
durch blütenweiße
Watte
Das kleine
Ich fiel und fiel und fiel
weich und
sanft
Ein Hauch
von mütterlich
in die Arme genommen
hob zeitlos
meinen kleinen Körper
band ihn los
von den Äonen
Im leichten
wolkenlosen Fall
fand mein
Sehnen
das beflügelte Kleinod
das über den Hügeln und Tälern der 1000 Leben
heiter die
Stirn zur Sonne hebt
Für einen
kleinen Moment auf ewig
aus dem
Zwinger der Angst entschwunden
Ich war frei
Zwei Tage
darauf
Das
Einschmelzen der Elemente
Fusion
hinter dem Seidenvorhang
Auf den
Flügeln des Falters
Kohlenstaub
Fuchs löffelt Seele aus dem Ei
Fuchs löffelt Seele aus dem Ei
© by J. G:
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