Donnerstag, 30. Juli 2009

spatzen von den dächern


"Entdeckt die Spezies Homo Sapiens in ihrem eigenen Sonnengeflecht, das Materie beides ist, Materie und Bewusstsein, so ist damit der innere Aufgang zum Menschen frei begehbar."
 Johan van der Loewen Mai 1950

alles beides

bewusstsein


hinauf

"In meinem weißen Bett

liege da

döse vor mich hin.

Alle Dinge, Rosen, Schuhanzieher,

Mauern, Petersilie, Straßenlaternen, 

Mäuse, Fische, Sapiens, Nachbarn 

alle weg.

Liege da, fahre auf und nieder

 alles ineinander, übereinander, miteinander,

alles strahlt,

ist eins und doch zwei, gleichzeitig.

In meinen Zellen

ein herrliches Flimmern

der Kosmos atmet,

ein junger Elefant erscheint auf der Ebene.

Hole Licht mit meinen Lungensäcken.

Das Entstehen und den Zerfall von Welten 

passiert mich radioaktiv. 

In meinen Armen und zwischen meinen Beinen 

die weiße Wolkendecke 

Erde, du"

J.G: 


Freitag, 10. Juli 2009

madame

ich erinnere mich

sie schon immer göttlich
und alles andere ich

J.G:


soon oh soon

ringtone in my cells

Licht

"buchstabiert mich in den Zellen."

Johan van der Loewen
anno 1984

gut zu sehen

 "Am Stammbaum der Evolution der Menschenfresser.
Der morsche Ast, die Spezies des Homo Sapiens.
Gleich daneben, in der Beuge, 
hell zur Krone hin, ein neuer Zweig.
Der Mensch.
Friedfertig." 

Johan van der Loewen

Donnerstag, 9. Juli 2009

Frage

"Was schreibe ich? 
Was ist das, was ich da hervorbringe?  

Hier nun der erste Abdruck.
Du schickst mir ja auch immer deine kleinen Fahnen. 
Mein König, in letzter Zeit jedoch zum Bedauern selten.

Hinweis für das Lesen:
Eines wissen die Zellen, es ist noch etwas anderes im Spiel als Resonanz im üblichen Sinne.
Keine Schwingung, wo etwas hin und her muss. 
Da und dort sind eins, da ist keine Schwingung im Spiel.
Diese Wirklichkeit erfordert so etwas wie eine neue Satzlehre, eine Syntax für das beziehungslos in sich Zusammenhängende. 
Die Schriftzeichen dieses neuen Erdteils beziehen sich nicht mehr aufeinander, es gibt da im Grunde kein "es ist wie" mehr.
Die Dinge sind eins, ganz anders Eins als das "MeinsDeins" des Homo Sapiens.
Alles und jedes ist in diesem ""ganz neu eins", beides, besser und anders, bewusster unterschieden, heller belichtet, klarer als in der Welt der mörderisch geteilten Dinge.
Alles ist eher eine Ausdehnung, ein Überall, eine alles durchstrahlende Ausdehnung, ein glanzvolles Überall ohne irgend eine Bewegung. Ein gigantischer Stillstand, diese bewusste Materie." 
Johan van der Loewen

Finger auf Sonne


„Das Ende des Homo Sapiens, das bedachte Nichts, der monetäre Todesstreifen, die lustvolle Guillotine, das scharfe Ende aller Teilchen und ihren Zwillingsschwestern, die trübe Linse des Blockwarts, der mit Minen bewachte Gedanke eigenen Vorteils, die schwarze Bleikugel Lebenstod, das greise Ich, Schnalzen eines uralten Menschenfressers in weißen Unterhosen. 
Ist dieser Spezies erst einmal die Tür vor der Nase zugeschlagen, der römische Rechtstitel aufgekündigt, die Konten der Geldfressers leer, erscheint an einem Tag wie diesem auf dem Blatt, das frühe Licht, das Beides, das Zwei in einem Nest." J.G:
P.S.
Mörder und ihre Höllenhunde jagen es im All.  Überall reichen sie nicht hin.


Tage...

... an denen es regnet. Zeichen regnet.

Schriftzeichen aus der kosmischen Kajüte.



"besser und anders und umgekehrt.

Nicht die schwarzen Buchstaben der Menschenfresser,

Goldene Linien in Noten sind es.

In jedem Fall

echte Noten.

Banknoten in Einkauftaschen.

Riesige Schwärme von Licht.

Der Erlös. 

Freier Eintritt im Supermarkt.

Heiße Sonne

Heller Gewinn.

Zentralgestirn im Überall. 

Seele du bist.

Ein Kind noch.

In allen da." J.G:


Katze auf Klavier


gebeugt

über der Mähne des frühen Lichts

unendlich im Aufwärts

unvollkommen unterwegs

und in derselben Sekunde

vollkommen daheim


J.G:



im diesem nu...

"...wo das Aufwärts in mir sich mit einem Strich aufs Blatt setzt, bin ich allem so nah wie immer, wenn Licht buchstabiert. 

Passiert mich all das, fühle ich so etwas unsagbar Kleines, etwas, das die Größe eines Flugsamens hat und mich barmherzig streift. Atem der Geliebten. 

In der Feldsaat dann der Atem der Geliebten. Stoisch sehe ich ruhend das eingerollte Blattwerk des Lebens, die Weltentreppe, ein sonnenhelles Bauwerk, das der trüben Vorteilslinse des Homo Sapiens wie ein schwarzes Nichts erscheint. 

Mit dem Leib eines Neugeborenen und den blinzelnden Augen eines Sterbenden hüpfe ich bei Tage mit meinen zu großen Kinderschuhen die Stufen hinauf und sehe hier und da mit meiner Mondlampe in die heilige Nacht, wo ich still nach dem hellen Urgrund Ausschau halte." J.G: 



dem anschein nach

"Laborarbeit beendet. Der Himmel offen, die Wolken klein, die Luft nordwindkalt. 


Die Liebenden eilen mit fliegenden Röcken in den kaiserlichen Palast.


Es ist mal wieder soweit.

Ein Liebesbrief


Für einen Moment, welch Wunder, fühle ich mich aufgehoben im freien Fall, entbunden von dem Sorgen und Mühen, Bürden und Knappheiten passen nicht mehr in meinen kleinen Lebenskarton, so als gäbe es im atmenden Lebensgeäst des Kommen und Gehens nichts, aber auch gar nichts zu verlieren. 


„Hey! Mr. Tambourine Man, play the song for me

I´m not sleppy and there ain´t no place I´m going to” Bob Dylan


Aus dem schwarzgrauen Wolkendach wirft es am Nachmittag Eiskörner." J.G:


frei

"Haben die Verse der Dichter einen Wert, dann ist es ihr Unwert für das Landminen und Propaganda Regime der Kriegskaste des Homo Sapiens, das feststellt, dass man aus Poeten keine willfährigen Minister und aus ihren Versen bis in alle Ewigkeit keine Kanonen schmieden kann." J.G: