spatzen von den dächern
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"In meinem weißen Bett
liege da
döse vor mich hin.
Alle Dinge, Rosen, Schuhanzieher,
Mauern, Petersilie, Straßenlaternen,
Mäuse, Fische, Sapiens, Nachbarn
alle weg.
Liege da, fahre auf und nieder
alles ineinander, übereinander, miteinander,
alles strahlt,
ist eins und doch zwei, gleichzeitig.
In meinen Zellen
ein herrliches Flimmern
der Kosmos atmet,
ein junger Elefant erscheint auf der Ebene.
Hole Licht mit meinen Lungensäcken.
Das Entstehen und den Zerfall von Welten
passiert mich radioaktiv.
In meinen Armen und zwischen meinen Beinen
die weiße Wolkendecke
Erde, du"
J.G:
... an denen es regnet. Zeichen regnet.
Schriftzeichen aus der kosmischen Kajüte.
"besser und anders und umgekehrt.
Nicht die schwarzen Buchstaben der Menschenfresser,
Goldene Linien in Noten sind es.
In jedem Fall
echte Noten.
Banknoten in Einkauftaschen.
Riesige Schwärme von Licht.
Der Erlös.
Freier Eintritt im Supermarkt.
Heiße Sonne
Heller Gewinn.
Zentralgestirn im Überall.
Seele du bist.
Ein Kind noch.
In allen da." J.G:
gebeugt
über der Mähne des frühen Lichts
unendlich im Aufwärts
unvollkommen unterwegs
und in derselben Sekunde
vollkommen daheim
J.G:
"...wo das Aufwärts in mir sich mit einem Strich aufs Blatt setzt, bin ich allem so nah wie immer, wenn Licht buchstabiert.
Passiert mich all das, fühle ich so etwas unsagbar Kleines, etwas, das die Größe eines Flugsamens hat und mich barmherzig streift. Atem der Geliebten.
In der Feldsaat dann der Atem der Geliebten. Stoisch sehe ich ruhend das eingerollte Blattwerk des Lebens, die Weltentreppe, ein sonnenhelles Bauwerk, das der trüben Vorteilslinse des Homo Sapiens wie ein schwarzes Nichts erscheint.
Mit dem Leib eines Neugeborenen und den blinzelnden Augen eines Sterbenden hüpfe ich bei Tage mit meinen zu großen Kinderschuhen die Stufen hinauf und sehe hier und da mit meiner Mondlampe in die heilige Nacht, wo ich still nach dem hellen Urgrund Ausschau halte." J.G:
"Laborarbeit beendet. Der Himmel offen, die Wolken klein, die Luft nordwindkalt.
Die Liebenden eilen mit fliegenden Röcken in den kaiserlichen Palast.
Es ist mal wieder soweit.
Ein Liebesbrief
Für einen Moment, welch Wunder, fühle ich mich aufgehoben im freien Fall, entbunden von dem Sorgen und Mühen, Bürden und Knappheiten passen nicht mehr in meinen kleinen Lebenskarton, so als gäbe es im atmenden Lebensgeäst des Kommen und Gehens nichts, aber auch gar nichts zu verlieren.
„Hey! Mr. Tambourine Man, play the song for me
I´m not sleppy and there ain´t no place I´m going to” Bob Dylan
Aus dem schwarzgrauen Wolkendach wirft es am Nachmittag Eiskörner." J.G: